Vodafone Vertrag für unitymedia kunden

Betroffen sind laut Social-Media-Postings auch Kunden, die zuvor einen Vertrag mit dem Netzbetreiber Unitymedia unterschrieben haben. Vodafone hat nun Unitymedia übernommen und kümmert sich auch um alle Kunden des Netzbetreibers. Die Verträge der Unitymedia-Kunden bestehen weiterhin, weshalb viele Nutzer die Änderung bisher nicht bemerkt haben. Medienkorrespondenz sagte, dass VfD und Unitymedia zusammen 70 bis 80 % des „Gestattungsmarktes“ haben, wo Kabelnetzbetreiber um Verträge mit deutschen Wohnungsbaugesellschaften konkurrieren, um Mietwohnungen mit Kabelfernsehen zu versorgen. Insgesamt elf Millionen Haushalte in Deutschland sollen im Rahmen solcher Verträge TV-Dienste erhalten haben. Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender von DT, hat sich oft besorgt über die Stärke von Cablecos durch diese historischen Massenvertragsverträge mit Wohnungsbaugesellschaften geäußert – ein Markt, in den DT seit langem einbrechen will, aber ohne offensichtliche Fortschritte zu vernachvorzeichnen (Vodafonewatch, #163 und passim). Zahlreiche Vodafone-Kunden melden seit Montagabend technische Probleme und einen kompletten Ausfall ihrer Heim-Internetverbindung. Nachdem Vodafone am späten Abend mitgeteilt hatte, dass ein einstündiges Problem behoben sei, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Dienstagmorgen, dass es weiterhin zu technischen Problemen komme. In den letzten neun Jahren hat das Mobilfunkgeschäft der Deutschen Telekom auf Kosten von Vodafone kontinuierlich Marktanteile gewonnen, wobei der etablierte Mobilfunkanbieter Vodafone Anfang des Jahrzehnts als führender Mobilfunkanbieter entthront hat. Einer der treibenden Faktoren für den Erfolg der Deutschen Telekom war der Rollout der konvergenten MagentaEins Festnetz-/Mobilpakete, die mittlerweile von mehr als der Hälfte der Mobilfunk-Vertragsbasis der Deutschen Telekom übernommen werden. Internetprobleme traten auch in anderen europäischen Ländern auf.

Ein Sprecher des österreichischen Anbieters Magenta sagte am Montagabend dem Technologiemagazin „Futurezone“, dass der Internetzugang der Nutzer manchmal nicht funktioniert. In Großbritannien ging das Internet mit Millionen von Virgin Media-Kunden aus, berichtet der Guardian. Virgin Media sagte, dass die Corona-Krise bedeutete, dass mehr Kunden das Internet als üblich nutzten. Bestehende Kunden der 2/3play Fly 30/150/400-Angebote von Unitymedia können auch zum ermäßigten Preis zum gleichen Preis auf die Gigabit-Angebote umsteigen, wenn sie sich für einen neuen 24-Monats-Vertrag anmelden. Der Vodafone-Konzern hat einen mehrjährigen Vertrag mit dem unabhängigen Videosoftware-Anbieter Synamedia unterzeichnet. Unitymedia-Kunden haben die Möglichkeit, innerhalb der ersten 12 Monate auf ein günstigeres Angebot mit niedrigerer Geschwindigkeit umzusteigen, wenn sie mit ihrem Gigabit-Service nicht zufrieden sind. Für Vodafone sollte der Verkauf von Mobilfunkverträgen an 50 % der Haushalte mit einem oder mehreren seiner Festprodukte eine strategische Priorität sein, mit dem Ziel, den Rückgang des Marktanteils im Mobilfunk einzudämmen oder sogar umzukehren. Die Deutsche Telekom sieht sich nun erneut einer Bedrohung durch einen großen, nationalen Konkurrenten ausgesetzt, der bisher ein stetiger – wenn auch langsamer – Wachstumsmarkt war. Die wirkliche Chance für Vodafone – und die Bedrohung für die Deutsche Telekom – liegt in der neuen, nahezu nationalen Abdeckung von Vodafone und der Möglichkeit, mobile Produkte an seine feste Basis zu verkaufen.

Laut Ampere-Verbraucherbefragungen hat derzeit nur ein Viertel der kombinierten Kabel Deutschland/Unitymedia Pay-TV-Abonnenten einen Vodafone-Mobilfunkvertrag.