Tarifvertrag textil westfalen osnabrück

Die Erneuerung des Tarifvertrags auf nationaler Ebene im Textil- und Ledersektor gilt nicht nur für die Textil- und Bekleidungsindustrie, sondern auch für die Schuh-, Felle und Leder-, Brillen-, Spielzeug-, Stifte- und Bürstenindustrie. Der Anfang Juli 2008 ausgearbeitete Vertragsentwurf wurde den Arbeitnehmern in einem Referendum zur Genehmigung vorgelegt, bei dem 98 % der Wähler – etwa 500.000 Arbeitnehmer – für das Abkommen stimmten. Die Frage der Überstunden wurde gelöst, indem festgestellt wurde, dass Arbeitnehmer Überstunden bis zu einem Maximum von 96 Stunden wieder hereinholen können, indem sie im darauffolgenden Jahr eine Auszeit nehmen. Die Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene wurden nicht nur in Bezug auf die Arbeitszeiten, sondern auch in Bezug auf mögliche Vereinbarungen über Beschäftigungspolitik, Wettbewerbsfähigkeit und Ausbildung verstärkt. Doch nach einer Zunahme von Ungleichheit und Erwerbsarmut scheinen die rumänische Regierung und die europäischen Institutionen ihre Ansichten über Tarifverhandlungen zu ändern. Ein schwieriger Prozess im rumänischen Parlament, mit einer starken Wirtschaftslobby gegen änderungen. „Wir fordern die rumänische Regierung auf, die 2011 zerstörten Tarifstrukturen des Sektors neu zu installieren. Nur durch gute Tariflöhne und Arbeitsbedingungen können gute Tariflöhne und Arbeitsbedingungen verbessert werden und eine Zukunft für diesen wichtigen Sektor in Rumänien geschaffen werden. Wir fordern auch, dass globale Marken und lokale den Zugang zur Vereinigung ermöglichen. Stärkere Gewerkschaften sind der Schlüssel zu höheren Löhnen.“ Schließlich sieht der wirtschaftliche Teil der Vereinbarung eine monatliche Lohnerhöhung von 94 EUR vor – fast gleich der von den Gewerkschaften geforderten Erhöhung um 95 EUR –, die für den nächsten Zweijahreszeitraum gilt.

Diese Bestimmung ist vorteilhafter als die in Vertragsverlängerungen in anderen Sektoren – wie dem Bankensektor (IT0802029I) oder dem öffentlichen Sektor (IT0706029I) – vorgesehenen , in denen Lohnerhöhungen häufig für einen Zeitraum gelten, der länger ist als der wirtschaftliche Referenzzweijahreszeitraum. Im Gegensatz zu den Verhandlungen auf nationaler Ebene in den meisten Wirtschaftssektoren begannen die Verhandlungen über die Erneuerung des Textil- und Lederabkommens im Januar 2008, bevor es am 31. März ausläuft. Im Juni war bereits ein Entwurf für ein Abkommen ausgearbeitet worden. Dieser Entwurf wurde im Juli zum nationalen Tarifvertrag, nachdem in den Unternehmen, in denen die unterzeichnenden Gewerkschaften anwesend waren, eine Abstimmung abgehalten wurde. Abgesehen von der Schnelligkeit bei der Ausarbeitung eines Abkommens waren die Verhandlungen auch durch die positive Verhandlungsposition der Sozialpartner gekennzeichnet. Es kam zu keinem Konflikt, der Streiks oder Unterbrechungen der Verhandlungen provozierte. Im Mai kamen die Verhandlungen jedoch zum Erliegen. Unter den von den Parteien für diese Wendung angeführten Gründen waren zwei von besonderem Interesse.